Ulrike Völkl-Fischer:
Bilder und Figuren
29.4.07 bis 20.5.07

Ulrike Völkl-Fischer wurde 1954 in Aschaffenburg (Bayern) geboren. Sie studierte Kunsterziehung und Kunstgeschichte an der Universität München und arbeitete als Kunsterzieherin am Gymnasium. 1987 machte sie sich mit eigener Werkstatt und eigenem Atelier in Gilching bei München selbständig.

Einen ebenso hohen Stellenwert wie die Plastiken besitzt im Leben der Künstlerin die Malerei. Beide Genres ergänzen und beeinflussen sich. Das Hauptinteresse Ulrike Völkl-Fischers gilt der Kunst der Frühzeit, deren Spuren sie beispielsweise auf ihren Reisen nach Mexiko, Kreta, Ägypten oder den Kykladen verfolgt.

Ulrike Völkl-Fischers Arbeiten aus Steinguss entstehen durch einen äußerst aufwandten Arbeitsprozess. Zunächst entwirft die Künstlerin einen Prototyp aus unterschiedlichsten Materialen (zum Beispiel Ton oder Gips). Von diesem Modell fertigt sie eine mehrteilige Gips-Silikon-Form an, in die sie dann eine spezielle Mixtur (Geheimrezept!) gießt. Die so entstandenen Figuren erhalten dann von der Künstlerin in langwieriger Handarbeit ihr endgültiges Aussehen: Jede einzelne wird geschliffen, geraspelt und in einem mehrschichtigen Verfahren mit selbst hergestellten Farben bemalt.

Malerei ist für die Künstlerin ein innerer Prozess - sie braucht keine Modelle oder äußere Motive als Anregung. Meistens beginnt sie ein Bild ohne zu wissen wohin es sie führen wird. Oft entsteht das endgültige Ergebnis durch viele Übermalungen - untere Ebenen dringen an die Oberfläche durch, machen das Bild vielschichtig.