"Lichtsignale" von Stefan Stock
Objektkunst, Lichtobjekte

Sa. 3.11.12
Fr. 9.11.12, Sa. 10.11.12
Fr. 16.11.12, Sa. 17.11.12

Stefan Stock, 1965 in Amberg geboren, absolvierte nach dem Chemiestudium eine Ausbildung zum Augenoptiker. Bereits seit 1998 widmet er einen erheblichen Anteil seiner Zeit ganz der Kunst. In seiner kreativen Schöpferwerkstatt plant, montiert und installiert er witzige bis aberwitzige (Licht) - Objekte, vom filigranen, birnchenbestückten Gestänge bis zur massiven Plastik, die sich erst hinterleuchtet - als Silhouettenriss - ganz dem Betrachter erschließt.

Elektrisches Licht, in beinahe all seinen Erzeugungsformen, spielt damit die zentrale Rolle in allen Werken Stefan Stocks, deren Betitelung nicht selten von hintergründigem Humor zeugt. Die Materialien, die er so zu einer völlig neuen Bedeutung umwidmet, können alte Blechgehäuse sein, aber auch elektrische und mechanische Komponenten aus "prä-elektronischer" Zeit - einer Epoche mithin, als Geräte, Schalter und Regler noch nicht miniaturisiert waren, sondern durch ihre massive Ausführung eine eigene Formsprache besaßen, die heute als "Retro-Design" gerne zitiert wird.

Vieles, was an Stefan Stocks Werken glüht und blinkt, ist variabel in Farbe und Helligkeit, vom diskreten Glimmen bis zum strahlenden Schein, und fast immer ganz analog - ohne Mikrochip und Elektronengehirn.
Die schiere Überfülle an Schaltern, Tastern und Reglern an manchen Objekten befriedigt nicht nur den Spieltrieb. Sie ist auch Beleg dafür, dass Stefan Stock die Abstimmung und Kontrolle seiner Apparaturen vertrauensvoll in die Hände des Betrachters legt.
(Bernd G. Zweck)